Leitmotive a+o kollektiv.

Leitmotive a+o kollektiv.
Straßenperspektive der Kaufhof-Transformation mit belebtem Erdgeschoss an der Mohrenstraße

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Vom Leerstand zurück zum Wahrzeichen. Ein architektonisches Konzept für die Mohrenstraße 17-19 in Coburg.

Ein initiativ entwickeltes Architekturprojekt zur Transformation des leerstehenden Kaufhofs in der Coburger Innenstadt: Projektidee, Strategie und Visualisierungen.

Das Sorgenkind.

Der wohl markanteste Leerstand der Innenstadt: einst das größte Kaufhaus und Wahrzeichen für Handel und Innenstadt, steht sie nun leer, die Mohrenstraße 17.

Aufbruch.

Doch nun passiert etwas. Die Mohrenstraße 17 wurde von der Stadt Coburg gekauft und soll wiederbelebt werden. Aber wie? Der Diskurs handelt von Nutzungsänderungen, Kegelbahnen und Indoorspielplätzen. Wenig von Architektur.

Architektur als Mittel.

Dass Architektur Städte wiederbeleben kann, ist längst bewiesen, aber nicht mit einfachen Nutzungsänderungen eines Leerstands. Es braucht eine Transformation, die auf den Bestand eingeht und sich nicht in ein neoklassizistisches Bild einfügen will.

Strategie.

INNENRAUM. Der Bestand verbirgt riesiges Potenzial. Die vergilbten, abgehängten Decken der aus der Zeit gefallenen Kaufhofarchitektur verstecken ein System aus Trägern. Entfernt man diese Scheindecken, ändert sich plötzlich die Wahrnehmung des Innenraums. Hohe Decken, großzügige Sichtachsen, ein Lichthof und eine zentrale multifunktionale Treppe geben dem Raum neue Qualität.

NUTZUNG. Auf Basis der ISEK Teilfortschreibung von 2023 geht der Entwurf auf die wirklichen Engstellen der Stadt Coburg ein. Ein innenstädtischer Supermarkt, ein familienfreundliches Café, Einzelhandel, neue Räumlichkeiten für die Stadtbibliothek und das Stadtarchiv, ein Stadthostel und eine Eventlocation finden Platz.

FASSADE. Anstatt die 70er-Jahre-Fassade des ehemaligen Kaufhofs als Problem zu betrachten, sehen wir sie als Potenzial. Durch Aufklappen der Metallpaneele wird die Straßenfassade belebt und Lichteinfall für dahinterliegende Nutzungen geschaffen.

DAS NEUE GESICHT. Die bislang nur als Anlieferung genutzte, unattraktive Rückseite bekommt erstmals Glanz. Als Ankerpunkt in der Verknüpfung mit der Neugestaltung des Lohgrabens entsteht ein neuer Stadtplatz, der zu mehreren begrünten Dachterrassen mit Vesteblick leitet.

Vom Leerstand zurück zum Wahrzeichen.

a+o kollektiv.

Wer sind wir?

Vom gemeinsamen Entwurf im Studium zum Kollektiv. Nach individuellen internationalen Erfahrungen und der Entwicklung eigener Schwerpunkte bringen wir unsere Perspektiven nun wieder zusammen. Wir wollen zukunftsweisende Räume schaffen, Bestehendes weiterdenken, Ressourcen bewusst einsetzen und neue Formen des Zusammenlebens mitdenken.

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